Kennzahlen stehen bei der Beurteilung einer Photovoltaikanlage häufig im Mittelpunkt. Dazu gehört etwa die installierte Leistung in Kilowattpeak, der erwartete Jahresbetrag oder die Anzahl verbauter Module. Dass diese Werte oft nur einen Teil der Geschichte erzählen, geht oft vergessen. Was es damit auf sich hat, verraten wir in diesem Artikel.
Stellen Sie sich vor, Sie kaufen sich eine Waschmaschine. Sie nehmen sie in Betrieb und waschen damit. Der Nutzen ist klar erkennbar: Die Kleider werden sauber. Anders ist es bei einer Photovoltaikanlage. Zwar erzeugt sie Strom, aber ihr wahrer Nutzen lässt sich nicht sofort am Tag der Installation beurteilen. Sie ist eine Energieerzeugungsanlage, die über viele Jahre Strom produziert und dabei auf das Gebäude, Ihren Stromverbrauch und das Stromnetz abgestimmt sein sollte. Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, ist somit fast ein Kleinunternehmer: Er senkt seine Energiekosten und speist nicht nur Solarstrom an den Energieversorger.
Damit stellt sich bei der Anschaffung klar die Frage: Woran lässt sich erkennen, ob eine Anlage eigentlich gut ist?
Von der Anlage zum Energiesystem
Wie viel Strom eine Photovoltaikanlage produziert, hängt nicht allein von ihrer installierten Leistung ab. Auch Ausrichtung, Dachfläche, Verschattung, Standort und technische Auslegung sind dabei wichtige Faktoren. Genauso wichtig ist es auch, was mit dem erzeugten Strom passiert. Ein Teil kann direkt im Gebäude genutzt werden. Überschüsse können ins Netz fliessen oder beispielsweise mit einem Batteriespeicher zeitlich später verbraucht werden. Eine Wärmepumpe oder ein Elektrofahrzeug können zu einem höheren Eigenverbrauch führen.
Klar ist damit: Die Photovoltaikanlage steht nicht für sich allein. Sie ist Bestandteil eines grösseren Energiesystems.
Wirtschaftlichkeit ist mehr als eine Zahl
Eine Anlage kann auf dem Papier eine hohe Leistung aufweisen und trotzdem nicht optimal auf die tatsächlichen Bedingungen eines Gebäudes abgestimmt sein. Umgekehrt kann eine sorgfältig geplante Anlage mit einer geringeren Leistung einen hohen praktischen Nutzen erzielen. Aus diesem Grund lohnt sich ein Blick auf den erwarteten Jahresertrag. Doch es gilt auch, den Eigenverbrauch genauer anzuschauen und sich zu fragen, wie der Stromverbrauch sich über den Tag und das Jahr verteilt.
Besonders wichtig ist die langfristige Entwicklung. Genau darum geht es, wenn eine Photovoltaikanlage bewertet werden soll. Denn Photovoltaikmodule produzieren nicht nur im ersten Jahr ihres Betriebs Strom, sondern sollen über Jahrzehnte hinweg zuverlässig funktionieren. Wartung, Überwachung und der Umgang mit allfälligen Störungen machen darum einen Grossteil der Qualität der Anlage aus. Und hier kommt die Offerte ins Spiel.
Was sich in einer Offerte erkennen lassen sollte
Was macht eine gute Offerte aus? Schliesslich lässt sich die Wirtschaftlichkeit weder am Preis noch an den kWp erkennen. Und eine alleinige Liste von technischen Komponenten ist keine gute Grundlage, um Entscheidungen zu treffen. Die Antwort: Die Offerte sollte nachvollziehbar sein und aufzeigen, wie die geplante Anlage auf das entsprechende Gebäude und dessen Energieverbrauch abgestimmt ist. Dazu gehören Angaben zum erwarteten Energieertrag, zum Eigenverbrauch und zur Nutzung des erzeugten Stroms. Auch die technische Auslegung und die verwendeten Komponenten sollten verständlicherweise beschrieben sein.
Je besser diese Zusammenhänge dargestellt werden, desto einfacher lässt sich beurteilen, ob eine Anlage tatsächlich qualitativ hochwertig ist. Und auf diese Weise lässt sich auch beurteilen, ob eine Offerte tatsächlich wirtschaftlich ist.
Die langfristige Perspektive
Eine Photovoltaikanlage sollte nicht nur für die aktuellen Bedingungen funktionieren, sondern möglichst langfristig nutzbar bleiben. Denn der Stromverbrauch, die technischen Anforderungen als auch die Nutzung des Gebäudes können sich im Verlauf der Zeit ändern. Es handelt sich damit um eine Frage der gesamten Lebensdauer einer Photovoltaikanlage. So sollten folgende Fragen im Zentrum stehen:
- Wie viel Strom erzeugt die Anlage?
- Wie wird der Strom genutzt?
- Wie zuverlässig arbeitet das System?
- Wie gut lässt sich die Anlage betreiben und an zukünftige Anforderungen anpassen?
- Wer übernimmt die Wartung und Reinigung?
- Wie lange gibt es das Unternehmen schon und wird das Unternehmen auch in Zukunft vorhanden sein?
Wer diese Fragen berücksichtigt, sieht eine Photovoltaikanlage nicht nur als eine reine Ansammlung von Modulen auf einem Dach mit einem Preisschild. Eine Photovoltaikanlage ist folglich ein langfristiges Energiesystem und das Unternehmen, welche diese installiert, ein Garant für dessen Lebensdauer.
Sie haben Interesse an einer Photovoltaikanlage?
Dann sind Sie bei uns goldrichtig. Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Photovoltaikbranche sorgen wir für zuverlässige Qualität. Nehmen Sie noch heute Kontakt auf.
