Mit einer Solaranlage sparen Sie Strom. Doch das liegt nicht nur daran, dass Sie eine Anlage haben. Es kommt auch auf die Nutzung an. Stichwort: Der Eigenverbrauch. Dieser bestimmt, wie viel Strom im eigenen Haushalt genutzt wird. Wir zeigen, was es damit auf sich hat und verraten zudem Tipps, wie Sie Ihren Eigenverbrauch erhöhen.
Was bedeutet Eigenverbrauch bei einer Solaranlage?
Als Eigenverbrauch bezeichnet man den Anteil des Solarstroms, der direkt im eigenen Haushalt verbraucht wird. Strom, den Sie dann nutzen, wenn die Solaranlage ihn produziert, muss dann nicht aus dem Stromnetz bezogen werden.
Nicht genutzter Solarstrom wird dagegen ins öffentliche Netz eingespeist. Obwohl dafür eine Vergütung erfolgt, ist der direkte Verbrauch des eigenen Stroms in vielen Fällen wirtschaftlich attraktiver. Ein Rechenbeispiel: Der Netzstrom kostet 25 Rp./kWh. Wenn der eigene PV-Strom 10 bis 16 Rp./kWh kostet, dann ergibt sich ein Sparpotenzial von 15 bis 9 Rp./kWh. Zusammen mit den Rückliefertarifen ist das Sparpotenzial noch höher.
Deshalb gilt: Je höher der Eigenverbrauch, desto stärker profitieren Hausbesitzer von ihrer Solaranlage. Mit den entsprechenden Massnahmen lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen.
Im Folgenden finden Sie Tipps, wie man diesen Eigenverbrauch erhöht:
1. Den Strom bei Sonne nutzen
Die einfachste Möglichkeit, den Eigenverbrauch zu steigern ist es, den Strom möglichst dann zu verbrauchen, wenn die Sonne scheint. Benutzen Sie Waschmaschinen, Geschirrspüler oder Tumbler tagsüber, können Sie einen Teil des erzeugten Solarstroms direkt verbrauchen. Heutzutage verfügen Haushaltsgeräte zudem häufig über Timer-Funktionen oder lassen sich intelligent steuern.
2. Elektroauto mit Solarstrom laden
Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen wird die Kombination von Photovoltaik und Mobilität immer wichtiger. Wer also sein Fahrzeug tagsüber lädt, nutzt einen grossen Teil seines selbst erzeugten Stromes selbst. Interessant ist dieser Ansatz besonders für Personen, die beispielsweise regelmässig im Homeoffice arbeiten.
3. Wärmepumpe richtig einsetzen
Wärmepumpen können ebenfalls für einen höheren Eigenverbrauch sorgen. So können moderne Systeme dann betrieben werden, wenn die Solaranlage genügend Strom produziert. Und statt Energie nach Bedarf bereitzustellen, kann sie für den späteren Gebrauch gespeichert werden.
4. Auf Energiemanagement setzen
Ein Energiemanagementsystem schafft Klarheit: Es analysiert Stromkosten und Verbrauch und kann so verschiedene Geräte automatisch steuern. Auf diese Weise wird überschüssiger Solarstrom gezielt dort eingesetzt, wo er den grössten Nutzen bringt.
5. Batteriespeicher verwenden
Ein Batteriespeicher kann den Eigenverbrauch zusätzlich erhöhen, indem überschüssiger Solarstrom gespeichert und später genutzt wird. Besonders in den Abendstunden, wenn die Solaranlage keinen Strom mehr produziert, kann gespeicherte Energie den Strombedarf decken. Dadurch senken Sie Ihre Abhängigkeit vom öffentlichen Netz.
Fazit
Eine Photovoltaikanlage entfaltet ihr volles Potenzial erst dann, wenn Sie möglichst viel des erzeugten Stroms direkt nutzen. Ob durch bewusstes Nutzungsverhalten oder das Laden eines Elektroautos – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie Ihren Eigenverbrauch steigern und somit mehr aus Ihrer Investition herausholen können.
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